Tanzpädagogik – Leitungsrolle und Führungsstil
vom 10. April 2011
Auch Ballett – und Tanzschulen sind Unternehmen. Besonders dann, wenn sie eine Größenordnung erreicht haben, die mehrere Mitarbeiter erfordert. Es gibt somit auch in diesem Arbeitsbereich Führungskräfte, die sich mit ihrem Führungsstil und ihren Grundsätzen auseinandersetzen sollten.
Der Zugang zum Mitarbeiter ist die Kommunikation. Die Art, wie diese verläuft, spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf das Mitarbeiterverhältnis. Führung bedeutet Kommunikation und Information. Dieses Prinzip bezieht sich nicht nur auf die Mitarbeiter und andere Gesprächspartner. Es kann auch auf den eigentlichen Untericht übertragen werden.
Um nun Mitarbeiterbeziehungen aktiv zu fördern, sollte ich mich mit der Motivation des Gegenübers befassen. Was motiviert einen Mitarbeiter in meinem Unternehmen zu arbeiten? Ist es die Anerkennung, das Geld, die Arbeit selbst, das Ausleben von Kreativität? Gute Führungskräfte motivieren dadurch, dass sie genau an diesen Motivationspunkten ansetzen.
Haben Sie ein großes Team zu leiten, sollten Sie sich vor allem mit den Meinungsführern auseinandersetzen. Diese verbreiten Stimmungen an denen sich andere Mitarbeiter orientieren. Führungskräfte haben es schwer das gesamte Team wieder auf einen positiven Kurs zu bringen, wenn die Stimmung negativ ist. Ein gutes Mittel, um wichtige Informationen über das Team zu erhalten, sind informelle Treffen. (z.B. Essen, Seminare usw. )
Als Führungskraft sollten Sie ein Gespür für Spannungen im Team entwickeln und Konflikte offen ansprechen. So werden Konfliktherde bearbeitet und beseitigt.
Letztlich macht die Arbeit mehr Spaß, wenn das Arbeitsklima stimmt.
Über welche Kompetenzen sollte eine Führungskraft verfügen?
Führen heißt koordinieren und motivieren und dies erfordert:
Fachliche Kompetenz – ohne diese ist eine zielorientierte Arbeitsweise im Unternehmen nicht möglich.
Technische Kompetenz – Kommunikationsprozesse müssen gesteuert werden. dafür sollte man ausreichend mit Kommunikationstechnologien umgehen können.
Methodische Kompetenz – Neue Ideen muss man effektiv bearbeiten und anhand von Präsentation und Rhetorik an die Mitarbeiter motivierend und gezielt weitergeben.
Teamfähigkeit – Man sollte in der Lage sein, Teams erfolgreich zusammenzustellen, Konflikte zu erkennen und Mitarbeiter zu motivieren.
Soziale Kompetenz – Netzwerke dienen zum Aufbau und Pflege von Kontakten. Kommunikationsfähigkeit, Konflikt- und Selbstmangement werden ebenfalls immer wichtiger.
Welche unterschiedlichen Führungsstile gibt es?
1 – Autoritärer Führungsstil
Ein autoritärer Führungsstil bedeutet, dass es einen Entscheidungsträger gibt. Diese oder dieser wird Anweisungen geben und somit für eine klare Orientierung sorgen. Allerdings verhindert dies die Eigeninitiative der Mitarbeiter und dies kann zu Demotivation führen.
2 – Kooperativer Führungsstil
Ein kooperativer Führungsstil bedeutet, dass Mitarbeiter an Entscheidungen mitwirken können. Die Zusammenarbeit verläuft hier Ergebnisorientiert und fördert die Eigenmotivation. Allerdings können Abstimmungsprozesse einen größeren Zeitrahmen umfassen.
3 – Funktionaler Führungsstil
Ein funktionaler Führungsstil bedeutet, dass es keine eigentliche Führungsperson gibt. Alles beruht auf Koordination. Jeder Mitarbeiter hat Zielvorgaben, die es zu erreichen gilt. Diese Form ist jedoch nur bei sehr kleinen Teams zu empfehlen.
Literatur: Rahild Neuburger – Karrierestrategien
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